Die Anreise am 04.12.99 ( Abflug um 7.00Uhr MEZ in Paderborn über Dortmund nach Paris, von dort nach 5 Stunden Aufenthalt direkt nach San Franzisco ) war glücklicherweise nicht allzu stressig. Nach der Ankunft dort um 16.20 Ortszeit wurden mein Kollege Hartmut und ich mit einem Shuttle zum Autovermieter gebracht und übernahmen den Mietwagen. Doch wegen einbrechender Dunkelheit ( 17.00Uhr ) übernachtet wir in einem Motel in der Lombard Street in San Franzisco.
Golden Gate BridgeAm nächsten morgen begann die stressige Woche. Unser Dienst war von 9.00 – 17.00 Uhr und danach war man geschafft. Nach 17.00Uhr konnte man nicht mehr viel sehen ( einbrechende Dunkelheit ) und so besuchten wir etliche Shopping-Center, die teilweise unglaubliche Eindrücke hinterließen. Hierbei beeindruckte uns neben den gigantischen Ausmaßen einiger Geschäfte auch die Freundlichkeit, mit der man bedient und an der Kasse behandelt wurde ( wir standen einmal an einer Kasse an vierter Position und sofort wurde noch eine weitere Kasse aufgemacht...). Außerdem wurden die Einkäufe gleich eingepackt und teilweise waren Hilfen da, die die Einkäufe zum Auto trugen! Servicewüste Deutschland....
Old Sacramento Einen Abend machten wir einen Ausflug nach Sacramento und Old Sacramento. Sacramento war wie ausgestorben, aber Old Sacramento war eine Klasse für sich. Wie man sich den Wilden Westen vorstellt – Holzhäuser mit Stepwalks, Stores usw.. Toll war auch ein altes Eisenbahndepot der Pazifik Railroad, leider schon geschlossen – doch das, was wir in der Dunkelheit sahen war grandios ...
Lake Taho Nach Dienstende am Freitag mittag ging es in Richtung Osten (HW 80) zum Lake Tahoe, wo uns eine atemberaubende Landschaft mit Schnee auf den Bergen erwartete. Es wurde sogar Motorschlitten gefahren ( direkt neben dem Highway war eine Piste - mann sind die Teile schnell ); doch soll die Gegend im Sommer ziemlich überlaufen sein. Da durch diesen See auch die Grenze nach Nevada läuft, hatte auch die US-Coastguard Boote im Wasser liegen ( muss sich die USA vor der USA schützen ?? ).
In Nevada ist das Glücksspiel erlaubt und Reno, das "kleine Las Vegas" trägt den Beinamen : "The biggest little City of the World". Dort haben mein Kollege und ich in einem Motel ein Zimmer gebucht ( ja – wir wollen getrennte Betten...) und einen Zug durch Glitzerwelt des Vergnügungsviertels gemacht. Man geht an einer Ecke in eine Spielhölle hinein und kommt einige Strassenzüge weiter wieder hinaus – gewaltig. Hartmut hatte Glück und einige Dollar gewonnen und dann konnten wir noch etwas trinken gehen. Übrigens kann man in den Restaurants der Spielhöllen gut und günstig essen!
on the Road
Glücksgriff
Bodie heute... Auf unserem weiteren Weg nach Süden kamen wir ab und zu durch winzige Ortschaften, von denen mir z.B. Walker auffiel. Walker ist ein Western-Dorf wie aus dem Film ( 5 Häuser, Sonne, Staub und die Musik : Spiel mir das Lied vom Tod) wo nichts los war. Es hätte uns nicht gewundert, wenn John Wayne um die Ecke geritten käme...
Weiter ging es den HW395 Richtung Süden bis Bishop. Dort übernachtet wir in einem Motel einer alten Dame. Sie fragt uns woher wir kämen, denn unser Auto ist so schmutzig... Wir waren wieder auf Futtersuche und sahen im Einkaufszentrum eine Frau, die mit einem kleinen Löwen an der Leine spazieren ging ...wie sagt Obelix so schön – die spinnen die Amis!
Der nächste Tag und Frühstück in Bridgeport - dort gab es max. 6 Häuser, 1 Supermarkt, eine Tankstelle, ein Jagd und Angel Shop und 2 Restaurants, dafür aber den HighWay395 mit 2 Fahrspuren + ein Parkstreifen je Richtung... und kein Auto (man kann ohne Risiko auf der Hauptstraße frühstücken).
Mono Lake Im Ort Lee Vinning suchten wir die Visitors-Info. Es war ein kleiner Buchladen mit freundlicher Beratung, Infos und Internetanschluss. Die Neuigkeit, die wir schon geahnt hatten : der Yosemite-Nationalpark ist gesperrt und andere Pässe auch; man könnte aber einige Stunden Nordwärts fahren ( woher wir kamen...), dort wären wohl noch ein oder 2 Gebirgsstrassen offen - Mist !
Mount Whitney
Badwater Ziemlich kaputt kamen wir in Inyokern ( HW395) an und nahmen uns ein Zimmer im einzigen Motel bei einem alten Kriegsveteranen. Er war mal in Deutschland und erzählte uns einiges ( alle Amis kennen die Deutsche Autobahn ). In dem Zimmer stand eine vorsintflutliche Heizung, die wir in der Nacht ausmachten ( die Vorhänge waren direkt darüber – und sooo warm wollten wir es nicht ). Da die Motels nur Einfachverglasung und keine Isolierung haben, war es in den Nächten teilweise sch....kalt.
Am Morgen ging es durch Kakteenbewachsene Berge weiter zum Lake Isabella ( HW 178 ). Dort gönnten wir uns ein Frühstück in einer typisch amerikanischen Fernfahrerkneipe und weiter durch Bergketten mit teilweise Haarsträubenden Kurven ( die Geschwindigkeitsbegrenzungen sind ernst zu nehmen...) vorbei an zerschossenen Strassenschildern bis Bakersfield. Übrigens erkennt man neue Strassenschilder an der geringen Anzahl an Einschusslöchern...
In Bakersfield nahmen wir den HW99 bis Wasco und dann vorbei an Orangenplantagen, Weinplantagen, Baumwollfelder, Blumenfelder, Advocadoplantagen, Ölfelder usw. auf den HW46 bis zum Pazifik.
Pacifik Higway - HW1
Monteray Bay Aquarium Wieder in San Franzisco auf dem Weg zum Flughafen. Der Flug geht um 18.00 Uhr, doch zuerst mussten wir unseren Mietwagen abgeben. Hartmut und ich hatten echte Bedenken, da der Dreck von ca 1600 gefahrenen Meilen aus den Bergen, vom Death Valley und der Möwenkot aus Monteray den Wagen "verzierte". Wir standen in einer Autoschlage Mietwagen die so wirkten : sauber, sauber, sauber, sauber, unsrer, sauber... Doch es hat keiner etwas gesagt. Der Rückflug gestaltete sich ruhig, ausser daß wir in Paris in einen Streik gerieten. Da die Tankwagenfahrer des Flugplatzes streikten, vielen etliche Flüge aus oder gingen erst später. Das Ergebniss war, daß wir erst gegen 1.00Uhr morgens zuhause waren.
Es war super...