Meerforelle So fingen wir an in langsamer Fahrt die Uferkanten abzuschleppen. Am besten klappte das bei 8-10m Wassertiefe und 2-3km Fahrt, dann liefen die Köder in ca. 3-5m Wassertiefe.
Außerdem zeigten sich die Abendstunden als erfolgreich. Die Fänge wurden besser und wir hatten nach kurzem unsere Köderfavoriten gefunden - Björn hatte einen Schwarz/weißen GuFi auserkoren und ich verließ mich auf einen grün/gelben, beide am 50gramm Kopf.
So tuckerten wir gemächlich an den Kannten entlang und die Fänge wurden besser - zumal auf den anderen Booten die Fänge immer noch mau waren. Auch eine schöne Meerforelle mochte den grüngelben Gummifisch.
Selten zu sehen : Brieslingschwärme Wir waren besonders erfolgreich in einer kleinen Bucht im Rodvenfjord - kurz hinter der Kirchbucht. Dort hatten wir auch schon mal Futterfischschwärme ( wir nannten Sie "Blasen" ) im Wasser und in deren Nähe gerieten wir auch an Köhlerschwarme - das füllte die Fischkiste. Diese Fischkiste hatten wir mit einem Deckelbrett versehen, auf dem wir die Fische, wenn es Wind und Welle zuließen, gleich filetierten.
Unsere Erfolgsköder Um die Bucht erfolgreich abzufischen drehten wir auch schon mal Runden im tieferen Wasser und auch da mochten die Fische unsere Köder!
Nach einigen Tagen wechselten wir probeweise auf Wobbler, da unsere GuFis schon ziemlich zerbissen waren und schon mehrfach geklebt werden mussten. Die Wobbler setzten wir mit dem Downrigger in 6-7m Tiefe an und wir fingen!
Die Wobbler hatten wir in Heiligenhafen in einem Laden gekauft - es waren NoName für 2,65€ - und die fingen! Am besten waren die Red Head
schöner Köhler Nachdem wir einige Tage immer wieder die kreisenden Möwenschwärme angefahren und dort zufriedenstellend gefangen haben, merkten wir eine Veränderung.Die Seelachse waren meist zwischen 2 und 7m Tiefe anzutreffen und bissen sehr vorsichtig. Wir hatten das Verhältniss von 2 zu 1 ( auf 2 Bisse kam ein gehakter Fisch ). Trotzdem wurden uns die Wobbler an der Oberfläche fast aus den Händen gerissen!
Wir kamen manchmal gar nicht dazu die Schleppleinen in den Downriggern einzuklipsen und verzichteten teilweise auf die Downrigger. Dann schleppten wir nur so "aus der Hand".
Seelachse direkt an der Oberfläche springen teilweise komplett aus dem Wasser! Ein atemberaubendes Schauspiel! Da wir Erfahrungen auch den andern Bootsbesatzungen mitteilten ( und auch mit GuFis und Wobblern versorgten ) kamen auch diese mit ähnlichen Erlebnissen und einem Grinsen bis zu den Ohren abends zum Anleger. Belle-hro`s Truppe hatte so einige Erlebnisse, die man kaum glauben kann wenn man es nicht miterlebt hat!
Wir haben manchmal mitten in den Schwärmen gestanden und es sind teilweise direkt neben dem Boot Fische gesprungen - und gebissen haben sie wie wahnsinnig.
Wir kamen richtig ins schwitzen und während eines Telefonats mit Franky haben Björn und ich 4 Fische gedrillt und gelandet.
Ein Tip : wenn man mit NoName Wobblern fischt sollte man die Sprengringe und die Drillinge gegen Qualitätsprodukte austauschen! Bei 2 von unseren Wobblern wurde nach kurzem Drill der Mitteldrilling samt Sprengring "geklaut" - die Sprengringe waren einfach langgezogen worden, und das obwohl wir schon einige mittlere Fische damit gelandet hatten...
Die Geräte die wir benutzten waren für das FWT "aus der Hand" eine Penn Prion Spinnrute und eine Ultimate Light Pilk. Beite Ruten haben sich bewährt, allerdings musste ich bei der Light Pilk die Spitze neu einkleben und das Vertrauen in die Rute war hin.
Beim FWT mit den Downriggern haben wir Björns Downriggerruten bis max 20lbs verwendet - die waren mit den Charter Spezial Multis ( vom Top Shop ) bestückt und sind klasse Geräte.
Dicke Überraschung beim FWT Der dickste Fang war aber Björns Meterdorsch - ein Brocken von 18 Pfund und 1m Länge. Er hat gebissen in 5m Wassertiefe ( bei 20 m Gesamttiefe ) auf einen Red Head Wobbler. Nach heftiger Gegenwehr konnte er dann schließlich an Bord geholt werden. Er hatte 4 kleine Seelachse im Bauch und war immer noch nicht satt. Björns Freudenschrei vertrieb sogar die Möwen ;-)