Hier einige Bilder von unserem Törn "Dänemark" |
Nach unseren Erfahrungen mit der "Calva" der Segelschule Skipper buchten wir wieder - diesmal für eine Woche.
Samstag fuhren wir nach Niendorf und nach dem Treffen mit der Crew, einem Fischbrötchen auf die Hand, dem Verteilen der Kojen wurde erstmal eine Einkaufsliste erstellt. Dann wurde ein Edeka gestürmt und wie wir bezahlen wollten sagte der freundliche Marktleiter : hätten Sie uns ein Fax geschickt, hätten wir ohne Aufpreis direkt ans Boot geliefert! Toller Service ( hätten wir das vorher gewusst hätten wir uns nicht so beeilen müssen ). Nach dem verstauen der Einkäufe und einer Dusche ging es zum Essen in die Fischkiste.
Hier unsere Crew :
 Skipper Wolfgang |
 Kai |
 Michael |
 Marina |
 Martin |
 Treff in der Fischkiste |
Am nächste Morgen ( Sonntag ) erklärte uns Wolfgang seinen Plan 7,8,9 ( 7 Uhr aufstehen, 8 Uhr Frühstück und 9 Uhr ablegen ). Gesagt - getan.
Das erste Etappenziel hieß Burgstaaken, was wir bei ruhiger Fahrt und nach einigen Manövern ( wir hatten 2 Prüflinge dabei ) gegen 18:00Uhr erreichten. Für den ersten Tag waren wir recht zufrieden und freuten uns aufs Essen. Allerdings war der Goldene Anker voll besetzt, sodaß wir einen Abstecher in den Schützenhof machten.
Montag Morgen kam wieder die 7,8,9 Regel zum tragen und unser Ziel hieß Rodby. Es war keine allzu grosse Distanz, aber gerade richtig denn der Wind nahm zu von 4-5 beim Ablegen bis auf 6-7 bei Ankunft. Die angekündigten Schaueböen blieben aus, ebenso wie die Winddrehung auf Nord West
Schönes Segeln am Montag :
 schönes Segeln |
 alles ok |
 Wolfgang war zufrieden |
Dienstag mussten wir einen Hafentag einlegen, da der Wind mit 7BF aus SüdWest direkt auf dem Hafen stand und eine ziemliche Welle uns die Ausfahrt verwehrte. Wir verlegten noch die Calva an einen anderen Platz, da ein großes KüMo erwartet wurde und hatten dann frei. Nun gut - die Duschen waren sauber, die Hafenmeister net und so stiefelten wir etwas durch den Ort. Nachmittags sind wir mit der Fähre ( Freikarten von den Hafenmeistern ) nach Putgarden und zurück gefahren ( von hier oben sieht es gar nicht so schlimm aus ). Was macht man nicht alles wenn es langweilig ist.
Zum Abend hin schlief der Wind dann ein ...
Dienstag war Hafentag:
 Vorhersage |
 Gut vertaut |
 Fähre nach Putgarden |
Mittwoch war der Tag, der mit 5-6 aus NordWest angekündigt war, später SüdWest drehend, Schauerböen, und später wieder auf NordWest 7, zunehmend 8. Aber wier mussten so langsam los - Ziel war Ohrt auf Fehmarn.
Zuerst ging es noch ganz gut, aber genau an der Nordwestspitze Fehmarns zerriss die Fock ( Rollfock ) bei einer Wende an einer Sailing. Wir bargen sie und konnten dann nicht mehr genug Höhe fahren um an der Westküste Fehmarns herunterzulaufen. Schöner Mist!
Also Planänderung : wir gehen östlich um Fehmarn herum und laufen wieder Burg an. Allerdings wurde der NordWest Wind stärker, was sich durch die Landabdeckung Nördlich und Östlich von Fehmarn noch nicht bemerkbar machte. Irgendwie ahnten wir schon daß noch etwas auf uns wartet, denn wir sprachen schon die Ausweichmöglichkeiten durch, wenn der Wind weiter zunimmt...
Dann erreichten wir die Südostspitze Fehmarns ( Staberhuk ) und bekamen die volle Wucht von 7-8 Windstärken und Wellenhöhen über 3 Meter zu spüren. Durch den Fehmarnsund baut sich dort eine Welle und Strömung auf, die uns tüchtig beutelte.
Schläge auf dem Barographen
Wir machten die Maschine zur Unterstützung an, da wir nur 1 Knoten Fahrt über Grund machten. Manchmal hatte ich das Gefühl daß die Calva durch die Wellen wieder zurückgedrückt wird.
Mehrmals lief die Yacht tüchtig aus dem Ruder und schlug richtig hart auf - wie auf dem Barographen später zu sehen war
Nach einer Weile kam der Ausweichplan zum tragen, denn so würden wir Burg nicht erreichen. Also Kursänderung Richtung Grömitz. So mussten wir nicht direkt gegenan und machte wieder etwas mehr Fahrt. Irgendwie bekam die ganze Situation einigen Leuten nicht und so opferten einige unser Essen an Neptun ( mir war s...elend ).
Wenn man sich so umschaute fiel auf, daß kaum ein Schiff unterwegs war - bei dem Wetter kein Wunder!
Nach einer schier endlos dauernden Fahrt erreichten wir dann die Landabdeckung vor Grömitz und es wurde fast schlagartig besser. Das alles wurde durch den Mondschein noch verstärkt - man konnte ohne Gischt in die Runde schauen - es war eigentlich richtig schön. Dann erreichten wir Grömitz und mussten bei nacht einfahren - gut daß es Hafenhandbücher gibt. Ich war selten so froh einen Hafen zu erreichen!
Bei dem Wetter dacht auch keiner an Fotos...
Donnerstag als erstes wurde richtig ausgeschlafen. Ein kurzes Frühstück und dann die kaputte Fock zum Segelmacher. Dieser ist am entgegengeseten Ende des Hafens und wir mussten mit dem Taxi fahren. Dort wurde das eingerissene Vorsegel repariert während wir 2 Kaffe tranken. Anschliessend hat er uns noch zurückgefahren - ein Superservice und unbedingt zu empfehlen!
Die Fock wurde wieder aufgezogen wurde mussten wir uns entscheiden - fahren wir weiter oder bleiben wir ? Es war schönes Segelwetter und wir entschieden uns nach Neustadt weiterzufahren.
Nachdem wir etliche Übungskringel für unsere Prüflinge gefahren sind wurde in der Dämmerung dann Neustadt angelaufen. Es war schon erstaunlich wie das Auge im Zwielicht betrogen werden kann ( Frage : welche Farbe hat die Tonne backbord vorraus ? grün oder rot ? Antwort : welche Tonne? Ich seh nix! ach die da - die ist schwarz... )
Das Einlaufen in Neustadt ist ohne Hafenhandbuch kaum möglich - ausser Wolfgang war von uns vorher noch keiner drin, und er gab uns nur Tips.... die Erfahrung mussten wir selber machen ( und das war gut so! ).
Nachdem wir endlich bis im Stadthafen waren und dort einen Liegeplatz hatten wurde Abendessen gemacht. Dannach haben sich einige direkt in die Koje verzogen und wir haben noch einen Kneipenbummel gemacht. Nach der nötigen Bettschwere legten auch wir uns ab.
 Backschaft |
 Tagesprotokoll |
 die Fock ist ok |
Freitag wurde nach einem kurzen Frühstück und einem Blick auf das Wetter im Hafengebiet noch einige "Boje über Bord" Manöver gefahren. Nachdem noch Diesel gebunkert wurde nahmen wir dann Kurs auf Niendorf, was wir gegen Mittag ohne Probleme aber bei auffrischenden Winden erreichten.
Jetzt stand nur noch die Prüfungsfahrt an und nach kurzer Wartezeit wurde dann der Prüfer an Bord genommen. Die Prüfungsfahrt verlief ohne Probleme und es wurden alle Bojen an Bord geholt. Da der Wind weiter zunahm wurde auch diese Fahrt vom Prüfer nicht künstlich verlängert sonder zügig beendet. Im Hafen waren alle froh, daß es gut gelaufen ist - beide haben Bestanden!
Dann wurden dann erstmal geduscht, da die sanitären Anlagen im Stadthafen von Neustadt unter jeglichem Standard waren. Ausserdem haben wir die Zeit genutzt schon die nicht benötigten Klamotten zusammenzupacken und in den Fahrzeugen zu verstauen.
Zwischendurch konnten wir die Filmcrew beobachten, die dort einen Teil der Serie "Küstenwache" drehte. Wolfgang sagte nur : wenn er das Mädel nochmal haut - haue ich ihn auch!
Kurz danach kam auch die ziemlich geschaffte Crew der Cedro an, die fast 30 Stunden aus Warnemünde "immer gegenan" nach Niendorf brauchten.
Abends haben wir uns dann noch zu dem obligatorischem Abschlussessen getroffen.
 Bordbuch Freitag |
 Resteessen |
 Non-Verbale Komunikation |
Samstag wurde erstmal in einer Bäckerei gefrühstückt. Dannach ging es an das Bootsreinemachen und gegen 11 Uhr kehrten wir Niendorf den Rücken und ab gings nach Hause.
Hier einige Bilder und unser Bordbuch :
 die Calva wartet |
 Küchendienst |
 Abwasch |
 Sonntag 1 |
 Sonntag 2 |
 Montag 1 |
 Montag 2 |
 Dienstag 1 |
 Dienstag 2 |
 Mittwoch 1 |
 Mittwoch 2 |
 Donnerstag 1 |
 Donnerstag 2 |
 Freitag 1 |
 Freitag 2 |