Die Sicherheit an Bord

gerade bei kleinen Booten wird sie oft stark vernachlässigt!



  1. Die Ausbildung
  2. Vor Antritt einer Bootstour sollte man sich über die Risiken im klaren sein und einige Absprachen treffen!



    Hinweis : Es ist manchmal schwerer eine Fahrt nicht anzutreten als ein unkalkulierbares Risiko einzugehen!


    Wer ernsthaft Bootfahren will, sollte mindestens den Sportboot See schon machen - der ersetzt aber keine Erfahrung!


    Ohne Motor geht nix!

    Wir haben ein Schlauchboot und nutzen es meistens als Sicherungsboot beim BellyBoot Treffen ( Küstennaher Bereich ). Dazu haben wir uns vor kurzem einen 6PS Mariner gekauft. Zu diesem Kauf waren mehrere Faktoren ausschlaggebend :

    1. wir haben den Motor schon mehrmals gefahren und er springt sehr gut und zuverlässig an ( bei Gebrauchtmotoren nicht immer der Fall )
    2. Meine Frau kommt mit dem Handling sehr gut klar und hat Vertrauen zu dem Teil
    3. er ist nicht zu schwer und auch an einer Böschung noch zu handhaben.


  3. Persönliche Sicherheit
  4. Klick zur Großbildansicht von : Automatik Schwimmweste Automatik Schwimmweste

    Hierzu gehört für jeden an Bord eine ohnmachtsichere Schwimmweste ( am Besten eine Eigene ). Wir haben jeder eine Secumar Automatikweste

    Achtung : Automatikweseten müssen regelmäßig überprüft werden und bekommen eine neue Marke ( ähnlich TÜV Plakette )

    Man sollte die Schwimmweste auch tragen!


    Wir haben schon Segeltörns erlebt, wo wir uns mit einem Sicherungsgurt einpicken mussten - das Teil sollte jeder bei seiner Schwimmweste dabeihaben.

    Für Wasserdichte und ausreichend warme Kleidung muss jeder selber sorgen! ( ggf. Ersatzkleidung ).

    In der letzten Zeit nutzen immer mehr Bootfahren die sogenannten Überlebensanzüge ( Floating Suites ).
    Hier ein Beispiel:

    Klick zur Großbildansicht von : Überlebensanzug Überlebensanzug

    Dieser Floating Suite ist eines der neusten Generation von der Firma ABU. Durch den recht günstigen Preis ( ca 150 Euro ) werden diese Art Anzüge viel verkauft. Die Tragkraft ist abhängig con der Größe.



    Klick zur Großbildansicht von : Überlebensanzug Überlebensanzug

    Hier eine Detailaufnahme des Floating Suite. Man kann die Kapuze sehr dicht zumachen und auch abnehmen. Der Hohe Kragen ist Fleecegefüttert und angenehm.
    Sehr gut sind mehrere Innen und Außentaschen.


    Wichtig : Diese Anzüge sind Schwimmhilfen und ersetzen keinesfalls die Schwimmweste!



  5. Sicherheitsausrüstung Boot
  6. Zur Sicherheitsausrüstung an Bord gehört :



    Empfehlung der DGzRS :



  7. Das Wetter
  8. Vor jeder Fahrt sollte der Wetterbericht ( am Besten der Seewetterbericht ) eingeholt werden - der wird auch im Büro des Hafenmeisters ausgehängt!

    Dazu kann man auch durch einige Anzeichen das Risiko einer Fahrt abschätzen.

    Hier wäre ein Blick in die Beaufortskala angebracht!

    Es gibt auch die Möglichkeit sich das Wetter per SMS aufs Handy senden zu lassen - ein sinnvoller Dienst wenn man Empfang hat!


  9. Sonstiges
  10. Wir nehmen immer eine kleine Security-Tasche mit unserer Aurüstung mit - siehe Bild :

    Klick zur Großbildansicht von : Security-Tasche




    Tascheninhalt :

    Klick zur Großbildansicht von : Handy Handy

    Ein aufgeladenes Handy mit der Nummer des Vercharterers, Freunden ( z.B. auf einem anderen Boot ), der Seenotrufnummer ( 124124 - alle Netze ) und ein Ersatztakku dafür muß mit.

    Hier ist rechts ein Siemens M35, was schon wasserfest ist ( mit Gummidichtung usw.).
    Alternativ kann man sein Handy in ein "Aqua Pack" einpacken. Dieses ist Wasserdicht und man kann auch mit dem eingepackten Handy telefonieren. Die "Aqua Packs" gibt es in verschiedenen Größen, sind aber nicht ganz billig.



    Klick zur Großbildansicht von : Handfunken Handfunken

    ein Walkie Talkie ( 8 Kanal, 2 Kanalüberwachung, VOX, Headset, Preis ca 30€ im Sonderangebot ) - das zweite ist z.b. auf einem anderen Boot.
    Bemerkung : Kein UKW-Funk!


    Hinweis : Die kleine Funke habe ich mir für Norwegen angeschaft, da ich lange vor meiner Frau aufstehe. Dann war ich draussen und Sie konnte mich zum Früstück rufen ;-))Die tatsächliche Reichweite liegt bei ca 3km ( mit flacher Insel dazwischen - kein Sichtkontakt ). Die angegebene Reichweite liegt bei 4-5km ( Werksangabe, das wird auch erreicht wenn keine Berge oder Insel dazwischen ist.

    Mein persönliches Fazit : Sinnvolle Anschaffung !


    eine Tafel Schokolade und einige Schokoriegel sind immer dabei; wenn es mal Probleme gibt und es länger dauert beruhigt es die Nerven!


    Klick zur Großbildansicht von : Not-Signalgeber Not-Signalgeber

    wenn Du in Seenot bist sind die Dinger wichtig, ich persönlich habe einen NICO Signalgeber. Dieser Signalgeber kostet ca 45€ ( auch nicht billig ), hat aber den Vorteil dass man ihn auch mit kalten, klammen Fingern und ggf. mit Handschuhen benutzen kann.

    Wichtig : Vorher die Bedinungsanleitung lesen und ggf. auch mal testen!! Im Ernstfall ist es zu spät dazu!

    Die Freien Signalgeber sind frei ab 18 Jahren.



    Klick zur Großbildansicht von : Hand GPS Hand GPS

    Ein Hand GPS - mit Ersatzbaterien.
    Zusätzlich zur Seekarte eine sinvolle Anschaffung. Allerdings sollte man sich vor Antritt einer Fahrt ausgibig!! damit befasst haben, damit man im Notfall auch sicher damit umgehen kann.
    Die GPS Geräte haben eine MOB Funktion oder Schnellspeicherung eines WP, damit kann man im Ernstfall den Rettern eine korrekte Position des Verunglückten durchgeben.
    Hier seht Ihr 2 recht günstige Modelle


    Ein Lebensrettender Tip :
    Wenn Du in einem fremden Gebiet navigierst - lege immer den ersten Waypoint auf Deinen Heimathafen ( Startpunkt ) - dann findest Du auch bei plötzlichem Nebel und Nullsicht wieder zurück !!




    Klick zur Großbildansicht von : Kompass Kompass

    Hier nehmen wir einen kleinen Hand-Peilkompass.




    Klick zur Großbildansicht von : Taschenlampe mit Blitzleuchte Taschenlampe mit Blitzleuchte

    diese ist komplett Wasserdicht. Man kann sie im Notfall als Blitzleuchte einsetzten. Außerdem ist es eine Taschenlampe - und eine Taschenlampe ist immer sinnvoll




    Klick zur Großbildansicht von : Kopflampe Kopflampe

    Wer mit dem Boot im Morgengrauen unterwegs ist oder bis in die Abenddämmerung fischen will, sollte ein Kopflampe mitnehmen. Man kann sie auf dem Weg zum Wasser oder dem Rückweg gebrauchen auch wenn man die Hände nicht frei hat. Auch wenn man z.B. bei Motorproblemen im Motorraum nachschauen muss freut man sich über Licht und freie Hände.




    Klick zur Großbildansicht von : Knicklichter Knicklichter

    Leuchtstäbe - sind große Knicklichter, die in der Dämmerung oder Dunkelheit bei ggf. Nowendigen Manövern / Rettungen hilfreich sein können. Sie werden bei der Army und auch von Tauchern und Rettungskräften eingesetzt. Die grün/gelben sind so hell, daß man dabei lesen kann. Leuchtdauer 10-12 Stunden.
    Hinweis : ich hab auch welche im Auto liegen!!




    Klick zur Großbildansicht von : Tonsignal Tonsignal

    Auch für Tonsignale ist gesorgt - hier kommt eine Trillerpfeife und ein kleines Nebelhorn mit. Dieses ist sinnvoll wenn man wirklich mal vom Nebel überrascht wird.




    Klick zur Großbildansicht von : Gegen Seekrankheit Gegen Seekrankheit

    Einige Tabletten oder ein Akkupressurband ( ebenfalls gegen Seekrankheit haben wir auch immer dabei. Da jeder unterschiedlich reagiert, kann man nicht genau sagen was hilft.




    Klick zur Großbildansicht von : Fernglas Fernglas

    Wir haben auf Törns auch immer ein Fernglas dabei. Dieses muß kein extrem teures Gerät sein ( wir haben unseres vom Ausrüster "Compass" ). Unseres ist Wasserdicht, hat einen eingebauten und beleuchteten Kompass und ist hilfreich wenn man z.B. Tonnen, andere Boote usw auf Entfernungen ansprechen muß. Für Brillenträger ist zwar eine Gummimanschette angebracht, aber mir persönlich ist das nicht so angenehm. Alternativ kann man als Brillenträger ein kleines Fernrohr verwenden!




    Tips für Brillenträger
    Brillenträger sollten Ihre Brille mit einem Brillenband sichern und immer eine oder mehrere Reservebrillen dabeihaben! Es kann ein Blindflug und äußerst brenzlig werden, wenn die Brille des Skippers vor Fehmarn in der Tiefe liegt und man in Burg anlegen will...



    Man sollte fleißig das "anlegen am Steg" und im Hafen üben, sonst kommt die Frage : Wie hätten Sie den Steg ? Medium oder durch...



    Weit und breit keine Toilette
    Hinweis : es ist keine Schande in den Eimer zu pullern! Es ist einfach sicherer!


    Ausserdem nehmen wir einen Treibanker mit, der kann den Bug des Bootes in Windrichtung halten und vermindert das versetzten z.B. bei einer Motorpanne. Auch das Aufschaukeln kann dadurch verringert werden ( gegen Seekrankheit ).
    Informationen zum Selberbauen gibt es hier : Bauanleitung Treibanker






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